Albert Einstein wird oft mit dem berühmten Zitat zitiert, der Zinseszins sei „das achte Weltwunder". Ob er das wirklich gesagt hat, ist umstritten — doch die zugrunde liegende Mathematik ist unbestreitbar mächtig.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Beim Zinseszinseffekt werden die bereits erwirtschafteten Zinsen am Ende einer Periode dem Kapital zugeschlagen und in der nächsten Periode ebenfalls verzinst. Das Kapital wächst dadurch nicht linear, sondern exponentiell.

Beispiel: 50.000 € bei 4,15 % p.a.

  • Nach 1 Jahr: 52.075 € (+ 2.075 €)
  • Nach 2 Jahren: 54.236 € (+ 4.236 €)
  • Nach 3 Jahren: 56.487 € (+ 6.487 €)
  • Nach 4 Jahren: 58.831 € (+ 8.831 €)

Wer früh anfängt zu sparen, gewinnt nicht doppelt — sondern exponentiell.

Die drei Hebel

  1. Der Zinssatz — schon ein halber Prozentpunkt mehr macht über 4 Jahre einen spürbaren Unterschied.
  2. Die Laufzeit — der mächtigste Hebel überhaupt.
  3. Der Anlagebetrag — je mehr Kapital arbeitet, desto größer die absoluten Zinserträge.

Tipp: Achten Sie beim Vergleich auf die Effektivverzinsung — sie ist die einzige wirklich vergleichbare Größe.

Die 72er-Regel

Teilen Sie 72 durch den Zinssatz — das Ergebnis zeigt, in wie vielen Jahren sich Ihr Kapital ungefähr verdoppelt:

  • Bei 4 % p.a.: 18 Jahre
  • Bei 5 % p.a.: 14,4 Jahre
  • Bei 2 % p.a.: 36 Jahre

Fazit

Der Zinseszinseffekt belohnt zwei Dinge: frühes Anfangen und langes Durchhalten. Unser Zinsrechner zeigt Ihnen den Effekt für Ihr Szenario.